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Erfahrungsbericht Selbstbau LiPo Balancer

Erfahrungsbericht Selbstbau LiPo Balancer

Beitragvon calli am 26.06.2005 12:30:27

Moins,

also hier mal mein Erfahrungsbericht zu dem LiPo Balancer Selbstbau nach:

http://www.richard-dj1pi.de/modell_elektron.html

Danke nochmals an alle die sich diese Schaltung ausgedacht und zur Verfügung gestellt haben!

Die Teile waren schnell besorgt, dank Rudis Hilfe hatte ich auch eine Eagle Datei, aus der ich Anhaltspunkte zur Platzierung und Verdrahtung der Bauteile ableiten konnte.

Aufgebaut habe ich auf eine Lochrasterplatine mit Lötaugen. Ein Großteil der Verdrahtung wurde mit den überstehenden Drähten der Bauteile gemacht, ich habe es nicht ganz kreuzungsfrei hinbekommen, aber noch
halbwegs ordentlich. Auf die Rückseite kommt eine dünne Mosgummiplatte, das ganze dann mit Schrupfschlauch
einschrumpfen, über dem LM272 sollte man die Schrupfschlauch aufschneiden und einen Kühlkörper drauf machen.

Der Aufbau ist, wenn man etwas Erfahrung hat und methodisch arbeitet, recht einfach, in der Endkontrolle mit
Schaltplan und Durchgangstester hatte ich dann auch keinen Fehler (selten bei mir ;-)). Dauer der Aktion 4
Stunden aber da das Hobby ist, sicher preiswerter als ein fertig gekauftes Teil. Spaß hats auch gemacht und lehrreich ist es auch.

Beim Anschließen und Abstecken ist die Reihenfolge wichtig. Vor allem der Mittenabgriff sollte immer zuletzt an- und zuerst abgesteckt werden!

Anschließen: Akku -, Akku +, Mittenabgriff (BEC hier) (Dann optional: Lader- und Lader+)
Abstecken: Lader+, Lader-, Mittenabgriff, Akku+, Akku-

Also Akku ran und nix ;-)

Ach ja doch.... Der LM272 wird warm. Wirklich nur warm, nicht heiß. Bei einem wissentlich besser balancierten Akku wird er weniger warm.... Aber eine LED leuchtet nicht. Hmm, LEDs sind ok und leuchten bei einem Test mit einer Batterie richtig.

Dann habe ich mal einen Akku bewusst über den Mittenabgriff debalanciert. Und siehe da 30mAh Unterschied und
die LEDs leuchten wie ein Weinachtsbaum. Nach ein paar Sekunden verblassen sie wieder und nur noch eine
leichte Wärmeentwicklung des LM272 zeugt von weiterer Arbeit des Balancers.

Also leuchten die LEDs nur bei wirklich kritischen Spannungslagen in den Zellen. Hier wäre noch eine Anzeige
schön, die bei einem fertig balancierten Akku anfängt zu leuchten. Vielleicht könnte man ja die fließenden
Ströme in den Lastwiderständen irgendwie vergeleichen bzw. die dort abfallenden Spannungen.

Nächster Test am Lader. Hierzu ist zu sagen, das man den Ladestrom auf etwa 0.3A einstellen sollte, denn der
geht so wie ich das verstehe auf jeden Fall durch den LM272 und der macht ungekühlt nicht viel mehr. So hat
man auch noch eine Reserve wenn ein höherer Ausgleichsstrom fließt.

Bei einem ETec1200 der schon mal etwas gelitten hat gingen die LEDs an als der Lader ca. 0.25A erreichte und
das obwohl der Akku vorher schon länger an dem Balancer ohne Lader hing! Das würde ich so interpretieren, das
die Zellen ab einem gewissen Strom auseinanderlaufen ob sich das auch ohne Balancer nach etwas Zeit gibt oder
schlimmer wird kann ich mangels genauem Multimeter nicht nachprüfen.
Somit hat man also mit der Schaltung ohne die Leistungstransistoren recht hohe Ladezeiten zu erwarten, Abhilfe
ist hier erst mit LiIon ohne Balancer zu laden und dann den Rest im LiPo Programm mit Balancer. Oder man läd
normal und hängt dann den Balancer nach dem Laden drann, dies ist aber nur bei halbwegs gut balancierten
Zellen zu empfehlen um eine kleine Inbalance (starkes Wort) zu entfernen.

Etwas Sorgen macht mir noch, das ich mangels genauem Multimeters (nur so Aldi Billigteile die zwar 1/100V
anzeigen aber die Stelle kann man nur als Schätzwert betrachten...) nicht nachprüfen kann wie genau die
Schaltung arbeitet. Hier denke ich an die eventuell anderen Leitungs- und Übergangswiderstände in dem BEC und
der dünneren Leitung im Gegensatz zu den Goldies mit ihren dicken Leitungen. Ich vermute mal das bei den
Strömen da noch nichts weltbewegendes passiert aber vielleicht kann mir ja auch jemand mit Ahnung von
Elektronik meine Sorgen nehmen.

Mich würde freuen wenn jemand der auch andere Foren liest dort einen Hinweis auf diesen Thread machen könnte, vielleicht trauen sich ja dann mehr Leute ran und schonen Ihre LiPos...

Gegen Zellentod: Machs mit! ;-)
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Beitragvon wicky am 26.06.2005 21:28:00

Hallo Calli,

dein Erfahrungsbericht ist super. Mir ist nur eine kleine Sache aufgefallen:

Die Mossgummischicht ist leitend!!! - zwar nur gring aber immerhin (Megaohm Bereich).

Aus diesem Grund solltest du die Unterseite mit Zaponlack versigeln, bevor du die Mossgummiplatte miteinschrumpfst.

Gruss

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Beitragvon calli am 26.06.2005 21:44:19

Urg! Ich habe extra ein Ohmmeter drann gehalten im 20M Bereich und nix feststellen können. Ist vielleicht kein echter Gummi?!

Hrmp wär schade um das letzt Stück Schrumpfschlauch das ich jetzt drumm gemacht habe....
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Beitragvon wicky am 26.06.2005 22:07:18

bei der Schaltung ist es kein Drama.. aber für zukünftige Projekte solltest du es vermeiden..

Wenn es ein normaler Mossgummi ist mit den auch ICs geliefert werden beträgt der Oberflächenwiderstand ca 100K-1M

Gruss

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Beitragvon barnie am 27.06.2005 05:25:07

Das Mit dem Moosgummi unter der Lötseite macht sich bei den OP Eingängen schon bemerkbar. Ich würde es auf jedenfall raus machen!

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Beitragvon helihopper am 27.06.2005 08:27:46

Hi,

ich bin immer noch zu blöd so ein Dingens zu basteln.
Kann mir nicht jemand son Teil machen (gegen Bezahlung versteht sich)?

Wenn ich Einen bekäme, dann könnte ich den Zweiten vermutlich nachbrutzeln.



Cu

Harald
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Beitragvon Imp-Perator am 27.06.2005 10:29:13

@calli:

super teil das!
mir gehts ähnlich wie dem helihopper, nur das ich wahrscheinlich auch zu ungeschickt zum nachbrutzlen wäre, wie sieht es evtl. mit einer kleinserie aus?

cu
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Beitragvon CentreMR am 27.06.2005 10:39:00

Hallo zusammen,

das ist mein Richard Balancer. Der ist jetzt ausgelegt für 5 Zellen

Gruß

Stefan
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Beitragvon calli am 27.06.2005 11:37:49

Also zum Thema Moosgummi, ich glaube eher es ist Neoprene, sowas wie ein dünnes Mauspad, das Zeug das bei ICs bei ist ist auch viel Grobporiger. Ich halte nochmal nen Ohmmeter ran.

Zur Kleinserie: Wenn es ne Platine gibt würde ich auch jemanden was löten (exklusive der Anschlüsse, die machen doch Arbeit). Aber auf Lochraster ist das zu langwierig.
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Beitragvon Meutenpapa am 27.06.2005 11:46:57

CentreMR hat geschrieben:
das ist mein Richard Balancer.
Stefan


Bohh eyyy

voll der FLÖT-Profi was ?

bei mir wäre die Platine ein einziger ZinnKlopps :P


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Beitragvon Imp-Perator am 27.06.2005 12:09:33

@calli:
kennste jemand der äzend ist... ahh kann?? ich leider nicht ,-(

cu
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Beitragvon barnie am 27.06.2005 12:16:41

Ich kann euch immer nur vertrösten.. Der Entwurf ist fertig (Calli hat das Layout bekommen) nur meine Ätz-Quelle kann im Moment leider noch nicht... Dann gibt es Platinen!

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Beitragvon Imp-Perator am 27.06.2005 12:17:46

@rudi:

geil - super!!

ich warte!

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Beitragvon calli am 27.06.2005 12:21:14

Kenne genug ätzende Leute, nur keinen PLatinenätzer... Hmm. Oder?

Mal sehen....
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Beitragvon Heli_Freak am 27.06.2005 12:39:22

Was kosten denn die Bauteile? Wenn ich dann noch die 'geätzte' Platine hinzurechne und den Arbeitsaufwand machts eigentlich wenig Sinn. Ausserdem sollten Balancer mit einem 'guten' Multimeter sauber abgeglichen werden. Die Lochrasterplatine ist zum Testen ganz ok, aber für einen Dauereinsatz nicht zweckmässig!
Zuletzt geändert von Heli_Freak am 27.06.2005 13:16:54, insgesamt 1-mal geändert.
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